Ich habe mir einmal kurz die Arbeit gemacht, auszurechenen wieviel man sich bei den neuerdings von der ÖVP propagierten Steuerplänen für Kindern ersparen würde!
3500 €uro pro Kind soll man von seinem Einkommen absetzen können, das wäre der mit Abstand größte Einzelbetrag für einen normalen Arbeitnehmer.
Wie natürlich bei Absetzbeträgen klar ist, erspart sich nur der etwas der auch real Steuer bezahlt. Am meisten erspart sich also natürlich der/diejenige der mit dem höchsten Grenzsteuersatz, also zu versteuernde Jahreseinkommen über € 60.000 - das reale Bruttojahreseinkommen ist da aber deutlich höher wegen dem 13ten und 14ten Monatsgehalt, anderen Absetzbeträgen etc .
Besonders markant ist die Ersparnis aber auch unteren Ende der Steuerpflicht (zb bei € 14.000), weil natürlich die Schwelle zum Eintritt in die Steuerpflicht nach oben verschoben wird, und bei € 14.000 macht ein guter Tausender pro Jahr durchaus was aus. (Für mich ist es aber eher ein Indikator dafür, dass der Eintrittsteuersatz zu hoch ist)
Ob es wirklich sinnvoll (moralisch und volkswirtschaftlich) ist, den obersten 10% der Einkommensverteilung pro Kind weitere € 1.750 draufzulegen bezweifle zumindest ich.
Andersherum betrachtet: Was würde jemand zu einer gestaffelten Erhöhung der Kinderbeihilfe sagen? Und zwar so verteilt: verdient ein Elternteil weniger als zwölftausend Euro pro dann bekommt man um nichts mehr. Verdient ein Elternteil € 25.000 gibt es einen Hunderter pro Monat drauf. Verdient aber ein Elternteil mehr als € 60.000 dann gibt gleich € 150 pro Monat drauf.
Ich denke für so einen Vorschlag würde sich der Applaus dann doch aus allen Richtungen sehr in Grenzen halten …
Nun nach dem Erdbeben von heute (dem 10.3.2011) in Japan mit einer Magnitude von 8.9 möchte ich endlich den Artikel fertigschreiben den ich nach dem Erdbeben in Chile begonnen habe. Nach dem schweren Erdbeben in Chile am 27. März 2010 mit der Stärke von 8,8 auf der Richter Skala war immer wieder zu hören, daß das etwa 64 mal so stark wie das Beben in Haiti mit einer Stärke von 7 war.
Wieso 64, woher kommen, wie kommt man da drauf? Viele physikalische Skalen oder Meßeinheiten sind logarithmisch, daß bedeutet,daß es sich bei diesen Zahlen nicht um den kompletten Wert handelt, sondern nur um die “Hochzahl” zu der Basis von zehn.
Das bedeutet eine Stärke von 7 ist eigentlich ein Wert von 107 = 10,000,000 also 10 Millionen. 8,8 ist also dann 108,8 was sich dann zu 630,957,344 also grob 631 Millonen ergibt. Dazu brauchen die meisten Leute dann allerdings einen Taschenrechner um mit gebrochenen Hochzahlen zu rechnen.
Wie kann man aber im Kopf abschätzen wie sich diese beiden Zahlen 107 zu 108.8 zueinander verhalten? An dieser Stelle muß man sich nun eine Zahl merken, nämlich 0.3. Was hat es mit dieser Zahl (0.3) nun auf sich, 100.3~2. Das bedeutet, daß jede Zunahme der Erdbebenstärke (oder jeder anderen Hochzahl zur Basis 10) um 0.3 eine Verdoppelung bedeutet. Gut wir bilden die Differenz aus 7 und und 8.8, daß ist 1.8. 1.8 müssen wir nun also durch 0.3 dividieren was 6 zum Ergebnis hat. Man muß also 6 mal verdoppeln. Daß kann man natürlich auch als 26 schreiben. Da natürlich jedermann/frau die 2er Potenzen auswendig kann sind wir nun schon zum Ergebnis gekommen, nämlich 64.
Bei diesem Beispiel haben wir zahlenwertmäßig “Glück” gehabt, weil 1.8 ohne Rest durch 0.3 teilbar ist. Ist die Differenz zB 1.9, dann wissen wir, daß das Ergebnis zwischen 64 und 128 liegen muß (26 und 27). Da kann man dann fünf gerade sein lassen und linear interpolieren, dh 128-64=64, das wiederum dritteln wir, weil zwischen den 1.8 (64) und 2.1(128) drei 0.1 Schritte liegen. Somit kommen wir auf 64+21=85. Dh 8.9 nach Richter ist grob 85 mal so stark wie 7 - der richtige Wert wäre 79.4, wir sind also hinlänglich genau mit dieser Methode.
Das war ja ganz einfach …
Nur damit ich sagen kann ich war der erste der es gesagt hat:
Ich glaub, dass die nächste Investitionsblase die platzen wird der Datenmarkt sein wird. Ich bezweifle den Marktwert von Twitter, Facebook & Co. Denn genausowenig wie 1989 ein Quadratmeter in Tokio 1 Million Dollar wert war, genausowenig ist Facebook 40 Milliarden Dollar wert, denn das wären bei 500 Millionen Usern 80 Dollar pro virtueller Nase. Ich bezweifle, das man mit den so erhaltenen Informationen wirklich - grob gesprochen - 100 Dollar pro Teilnehmer lukrieren kann.
Im Artikel über brennende Kohleflöze auf orf.at steht zu lesen:
Rohstoffvorkommen gehen in Rauch auf Alleine in den Kohlerevieren Chinas verbrennen nach Schätzungen des USGS (2009) jährlich zwischen zehn und 200 Millionen Tonnen Kohle. Die Menge entspricht fünf bis zehn Prozent der Jahresproduktion.
Also selbst wenn man nicht nachrecherchieren möchte wieviel die Kohleproduktion beträgt (grob 2800 Mio Tonnen in China) dann sollten einem doch die Prozentzahlen ins Auge springen. Irgendwie kann es nicht sein, daß sich die Absolutzahlen um einen Faktor 20 unterscheiden und die Prozentzahlen dann nur um einen Faktor von zwei. OK 10% Prozent wären sehr grob die 200 Millionen Tonnen, aber 10 Millionen Tonnen sind halt (auch unter Freunden) 0,5 %.
Leider stellt das statistische Zentralamt nicht die Rohdaten der Inflationsberechnung zur Verfügung. Aber immerhin die genaue Zusammensetzung der Warenkorbs siehe auch hier.
Aus diesem Warenkorb und deinem/ihrem genau geführten Haushaltsbuch läßt sich zumindest abschätzen wie “relevant” die ermittelte Inflationsrate für einen persönlich ist.
Im Rahmen eines von mir gehaltenen Wifikurses haben Honglei Yuan und Ludwig Schwanerer diese Webapplikation zur Ermittlung der Relevanz der Inflationsrate für den persönlichen Warenkorb erstellt.
Wenn man (noch) keinen Benutzer hat, gibt es rechts oben auf der Seite einen link Neuen Benutzer anlegen!
Nochmals zum Verständnis: Hier wird NICHT die persönliche Inflationsrate berechnet - das ist auf Grund der fehlenden Rohdaten nicht möglich - sondern nur wie gut die offizielle Inflationsrate für einen persönlich stimmt (100% stimmt ganz, dh der Warenkorb stimmt genau überein. 0% der persönliche Warenkorb hat nichts mit dem ermittelten zu tun)
Zur verwendeten Technik werde ich mich hoffentlich im Detail hier auslassen. Bitte probiert es mal aus und laßt mich wissen was ihr davon haltet!
Kardinal Schönbron meint:
“Wenn der Zölibat der Grund für sexuellen Missbrauch wäre, dürfte es überall dort, wo es den Zölibat nicht gibt, auch keinen Missbrauch geben.”
somit gilt also auch
“Wenn der Krieg der Grund für den Tod von Menschen wäre, dürfte es überall dort, wo es keinen Krieg gibt, auch keinen Tod geben”
Naja, im Zuge eines Theologiestudiums wird man sicher auch genötigt ein paar Stunden Philosophie und somit auch Logik zu belegen
Anders gesagt:
Wenn aus A B folgt (folgen kann) bedeudet das nicht, daß B nur durch A ausgelöst werden kann.
Ein geneigter Leser wird mir sicher sagen können wie das entsprechende logische Gesetz heißt
Immer und immer wieder geistert in Gesprächen der Satz herum,” ja wenn ich eine Gehaltserhöhung bekomme dann falle ich in eine andere Steuerklasse und hab dann weniger als vorher” - dem ist leider weder mit guten Worten noch Argumenten beizukommen - also versuche ich es erst garnicht - vielleicht mal in einem späteren post.
Genauso hartnäckig erweist sich die Diskussion wie einfach doch alles wäre wenn es in Österreich eine Flat Tax gäbe. Seit Jahren antworte ich darauf: “Gibt es ja ohnehin”. Der Aufschrei ist meist dann doch recht groß, dass die Steuerberechnung doch so kompliziert ist, und dann noch die Sozialversicherung etc usw.
Gibt man also auf der Seite des Finanzministeriums in den brutto/netto Rechner ein paar Gehälter in üblichen Größenordnungen ein, und verbindet man das ganze mit einer Geraden kommt man zu folgendem Bild:
Wie man sieht, läßt sich der Zusammenhang zwischen x (brutto) Achse und y (netto) Achse sehr schön linear annähern.
netto = 0.54 * brutto + 286
Das bedeutet ab ca 800 € stimmt: Bruttoeinkommen mal 0.54 plus 286 ergibt relativ genau das Nettoeinkommen. Verdient zum Beispiel 2200 € brutto verdient man laut obiger Formel 1474 € netto (der exakte Wert wäre 1513 €, der Fehler beträgt also grob 3 %).
Das “unschöne” (wenn man nicht gerne Steuern zahlt) an dem Zusammenhang ist das von jedem zusätzlichen Euro eben nur 54% (daher das mal 0,54) übrigenbleiben. Bekommt man also um 200€ mehr brutto (in diesem Beispiel also 2400 €) kommen netto eben nur etwas mehr als 100 € bei einem an.
Der eigentliche Jammer an diesem Steuersystem ist aber, dass eigentlich alle anteilig gleichviel (ab 800€ zumindest) bezahlen und mitnichten die höheren Einkommen stärker belastet sind. Das liegt daran, dass die Sozialversicherung schon ab einem sehr niedrigen Einkommen fällig wird, ab 4000 € brutto im Monat aber konstant bleibt und somit die höheren Progressionsstufen quasi aushebelt.
Doch dazu ein andermal mehr.
Unser Wäschetrockner ist schon etwas ältlich, ihr kennt ihn: das Licht flackert kurz bei euch zuhause und in Temelin müssen sie einen neune Brennstab in den Reaktor schieben.
Also muß er bald vor seinen Schöpfer treten - und wir müssen uns gezwungermaßen also um einen neuen umsehen. Wichtig dabei sind natürlich die vorhandenen Features, der Energieverbauch und natürlich was das Trum an Strom frißt.
Zu den Features: wie bei allen Elektrogeräten versuchen die Firmen scheinbar den Kunden maximal zu verwirren, anders kann ich es mir nicht erklären wie ich mich zwischen diesen beiden Geräten von Siemens entscheiden sollte. Wie dem auch sei, der Energieverbrauch ist sehr gut, also kommt der WT46W561 (1.9 kwh Verbrauch - 889 €) ins Rennen.
Dann noch der AEG Öko-Lavatherm 59840 (2.4 kwh - 709 €) und nur so zum Vergleich ein Energieschweinchen AEG Lavatherm 35850 (3.9 kwh - 283 €).
Ein paar Randbedingung gesetzt: 150 mal trocknen pro Jahr, 10 Jahre Lebensdauer, 0.2 € pro kwh (ist für jetzt ein wenig hoch aber auf 10 Jahre …) und Excel angworfen:
naja, scheinbar hab ich meine Bedingungen “gut” gewählt, das aber wirklich so ähnliche Werte rauskommen, damit hätte ich nicht gerechnet. Preislich ist es also egal, umwelttechnisch wirds der AEG Öku werden.
… oder vielmehr die Berechnung derselben. Nachdem sich Unmengen an Leuten im direkten Gespräch und auch viele Medien darüber aufgeregt haben wie falsch denn die berechnete Inflationsrate sei, wollte ich mir einmal ansehen wie sehr die Inflationsrate auf mich zutrifft.
Ich habe mir mal den Warenkorb auf der Seite des Statistischen Zentralamts angesehen. Das Format des pdfs ist von genialer Inkonsistenz aber mit ein wenig perl gemunge war es sinnvoll auszulesen (wer es als excel mag - bitte bei mir melden).
Hier einmal ein Kurzer Auschnitt bzw eine Gruppenzusammenfassung. In einem der nächsten Posts werde ich erklären wie die Tabelle zu lesen ist.
Nachdem ich mit Freunden eine kurze Diskussion hatte wieviel Päckchen von den Panini Sammelbildern (bzw Päckchen) man wohl kaufen müßte um ein Album ohne tauschen vollzukriegen. Also flugs ein perl Programm geschrieben panini.pl und das ganze mal simuliert.
How many n-plicates per collection 1 : 6.57300 2 : 17.13300 3 : 34.46100 4 : 53.94100 5 : 69.81200 6 : 75.62200 7 : 72.47100 8 : 61.83400 9 : 48.06300 10 : 35.40500 11 : 23.45600 12 : 15.16300 13 : 9.22700 14 : 5.26700 15 : 3.02800 16 : 1.68400 17 : 0.84300 18 : 0.47800 19 : 0.24300 20 : 0.14900 21 : 0.06700 22 : 0.03600 23 : 0.02000 24 : 0.01100 25 : 0.01000 26 : 0.00200 29 : 0.00100 options: pictures in collection [pics] : 535 pictures per package [ppp] : 5 number of iterations [iterations] : 1000 pictures: 3691.175 packages: 738.235
Man müßte also rund 740 Päckchen kaufen um das Album vollzubekommen (wie schon gesagt ohne zu tauschen). Dabei hätte man dann zumindest ein Bild mindestens 16fach - da kann man dann nur hoffen das der betroffene Spieler hübsch ist …